EUROFILTRATOR - Reinigung, Rückhaltung und Versickerung von Regenwasser unter Verkehrsflächen
Filterschacht DIN 4034
Kammerrigole SC 740&310
Sickerversuch
Kammerrigole SC 740 & 310

Das sollten Sie wissen, bevor Sie das Eurofiltrator System einbauen...
  • Eurofiltrator empfiehlt das System von Fachfirmen einbauen zu lassen.
  • Als zusätzlichen Service bietet Eurofiltrator den Installationsfirmen eine Einweisung in die Montage des Systems an. Rufen Sie uns bitte rechtzeitig vor dem Einbau an und vereinbaren Sie hierzu einen Termin.
  • Beachten Sie, dass vor Installation der Anlage die Zustimmung der zuständigen Behörden (Untere oder obere Wasserbehörden) vorliegen werden muss.
  • Ggf. ist nach Ausheben der Baugrube der zuständige Bodengutachter hinzuzuziehen, um die Bodendurchlässigkeit auf der Baugrubensohle nochmals zu bestätigen.
  • Die Mindestüberdeckungshöhen sind unbedingt einzuhalten. Diese sind bei Verkehrsflächen (Befestigung mit Asphalt, Beton oder Pflaster) 45 cm, bei unbefestigten Flächen, die mit Fahrzeugen befahren werden 60 cm von Oberkante Rigole bis zur Oberfläche.
  • Werden nach Herstellung der Baugrube Differenzen zu den in der Planung verwendeten Werten (Bodentragfähigkeit, Bodendurchlässigkeit, Grundwasserstände und Abständen zu Gebäuden usw. ) festgestellt, so ist das zuständige Planungsbüro davon in Kenntnis zu setzen.
  • Kontrollieren Sie die Kammern nach Anlieferung auf Beschädigung. Beschädigte Kammern dürfen nicht eingebaut werden.
  • Um die Abstände zwischen den Kammerreihen sicher zu stellen und ein Verschieben der Kammern während des Verfüllens zu verhindern, sollten die Kammerreihen mit Füllmaterial fixiert werden.
  • Während der Bauzeit ist das ausführende Bauunternehmen für den Schutz der Anlage zuständig. Bitte achten Sie darauf, das nach Herstellung der Anlage die zulässigen Verkehrsbelastungen nicht überschritten und die Entlüftungsrohre vor Beschädigungen gesichert werden.
  • Ferner sollten Sie beachten, dass vor der Rigole eine ausreichende Vorreinigung erfolgt, um die Rigole vor Verschmutzungen zu schützen.

Einbauanleitung für Eurofiltrator Kammern

Bodenaushub und Herrichten der Baustelle
  • Heben Sie den Boden bis auf die geplante Sohlhöhe aus und entsorgen Sie den Aushub fachgerecht. Bodenaushub, der wieder verwendet werden soll, ist separat zu lagern.
  • In der Baugrube darf sich kein stehendes Wasser befinden.
  • Bevor Sie die Kammern einbauen, sollten die Zulaufschächte (Absetz-, Filter- und Drosselschächte) auf die erforderliche Position und Höhe eingebaut werden.
  • Positionieren Sie das Geotextil für die seitliche Abdeckung der Rigole an den Baugrubenwänden. Achten Sie darauf, dass es an den Stößen ca. 0,60 m überlappt verlegt wird.
  • Für die Sohle der Anlage bringen Sie nun Füllmaterial aus Splitt oder Schotter in die Baugrube ein. Die Dicke der Sohle wird im Verlegeplan angegeben.
  • Verdichten Sie die Steine mit einer Schwingscheibe in mindestens zwei Durchgängen. Bringen Sie möglichst eine hohe dynamische Kraft auf. Nach dem Verdichtungsvorgang sollte die Oberfläche eben sein.
Anschluss der Zulaufrohre
  • Montagehinweis: Je nach Konstruktion der Anlage kann es hilfreich sein die Zulauf- (und Auslauf) Rohre zusammen mit den Endplatten vor dem Einbau auszulegen.
  • Bevor Sie die Sohle für die Anlage einbringen sollten die Zulaufschächte (Absetz- oder Filterschächte) installiert sein.
  • Positionieren Sie nun die erste Kammer vor das Zulaufrohr und setzen Sie provisorisch eine Endplatte ein. Passen Sie das Zulaufrohr auf die im Verlegeplan vorgeschriebene Höhe ein und kennzeichnen Sie mit einem Marker den äußeren Rohrumfang an der Endplatte. Sägen Sie mit einer Stichsäge die vorgesehene Öffnung in die Endplatte. Das Zulaufrohr kann überall auf der Endplatte angebracht werden.
  • Stecken Sie das Zulaufrohr in die dafür vorgesehene Öffnung in der Endplatte.
Montage der Kammern
  • Wenn Sie mit der Montage des Kammerfeldes beginnen, sollten Sie die ersten Kammern einer Reihe so ausrichten, dass das mit „Build Rows in This Direction“ gekennzeichnete Kammerende am Rand der Baugrube befindet und die Richtungspfeile in die Verlegerichtung zeigen. Stellen Sie sicher, dass der Abstand zwischen den Kammerfüßen der Kammerreihen mind. 15 cm beträgt.
  • Komplettieren Sie das Kammerfeld indem sie die Kammern reihenweise verlegen. Die Kammern werden dabei durch einfaches Übereinanderstecken der letzten Kammerrippen verbunden.
  • Um eine Endplatte am Ende einer Kammerreihe einzusetzen, heben Sie die letzte Kammer einer Kammerreihe kurz an und positionieren die Endplatte unter der letzten Kammerrippe.
Verfüllung des Kammerfeldes
  • Normalerweise erfolgt die Verfüllung des Kammerfeldes mit einem Bagger. Durch die Länge des Greifarms wird die Feldgröße allerdings begrenzt. Aus diesem Grund geht man bei größeren Feldern abschnittsweise vor.
  • Um die Kammerreihen festzusetzen geben Sie vorsichtig geringe Mengen Füllmaterial mit der Baggerschaufel auf den Scheitel einer Kammerreihe. Jeder eingefüllte Stein Füllmaterial reduziert mögliche Verschiebungen der Kammerreihen und sichert die Abstände der Kammerreihen untereinander.
  • Nachdem die Kammerreihen festgesetzt sind füllen Sie die Zwischenräume zwischen den Kammern mit Splitt bis mindestens 15 cm über Kammerscheitel auf. Anm.: je nach den Erfordernissen kann die Überdeckungshöhe variieren, diese ist im Verlegeplan angegeben.
  • Führen Sie Schritt 1 bis 2 solange durch bis das gesamte Kammerfeld vollständig verfüllt ist.
  • Ebnen Sie die Oberfläche der Verfüllung ein und decken Sie die Splittfüllung mit einem Geotextil ab. Achten Sie bei Verlegung der Bahnen auf eine Überdeckung von ca. 0,60 m an den Stößen.
  • Warnhinweis: Das Befahren der Anlage mit Fahrzeugen ist erst nach dem Einbau einer verdichteten Abdeckung von mind. 15 cm Dicke möglich. Siehe hierzu auch Tabelle 1.
Herstellung der Systemabdeckung
  • Geben Sie mind. 15 cm verdichtungsfähiges Füllmaterial (trockener Schüttsand oder verdichtungsfähiges Material mit einem Feinkornanteil von nicht mehr als 35%) auf das Geotextil und verdichten Sie diese Lage auf mind. 95% Proctordichte. Verwenden Sie hierzu eine Schwingwalze mit einem Höchstgewicht von 5,5 Tonnen und einer dynamischen Last von 9 Tonnen.
  • Wiederholen Sie den Verfüllvorgang lagenweise aus 1. solange bis die vorgeschriebene Einbauhöhe aus dem Verlegeplan erreicht ist. Die Systemabdeckung muss mind. eine Dicke von 30 cm haben.
  • Die Verfüllung über der Systemabdeckung kann jede Art von Boden oder Füllmaterial eingebaut werden. Achten Sie bei Verkehrsflächen auf den erforderlichen Unterbau und dessen Verdichtung.